Jun 05

Es mehren sich die Anzeichen, dass das geplante „Leistungsschutzrecht“ fĂŒr Presseverleger demnĂ€chst tatsĂ€chlich in einen konkreten Gesetzgebungsvorschlag des Bundesjustizministeriums mĂŒnden wird.  Wie CARTA unter Bezugnahme auf ein Interview mit der Bundesjustizministerin berichtet hat, soll es zumindest eine „Abgabepflicht auf Snippets“ geben.

Auch wenn sich die Verleger damit nicht mit ihren weitergehenden Vorstellungen fĂŒr ein Art Presse-GEZ („Holzmediensoli“) hĂ€tten durchsetzen können, bliebe das geplante Leistungsschutzrecht doch ein schwerwiegender Eingriff – bedeutet es doch, dass zukĂŒnftig die Verlinkung auf ein Angebot der Presseverleger potentiell kostenpflichtig wird. „Snippets“ sind ja nichts anderes als Links in der „Extended Version“.  Wie lĂ€sst sich nun vermeiden, dass das „Leistungsschutzrecht“ zu einer Art Kostenfalle kraft Gesetzes bei Verlinkung wird.

Mein Vorschlag: Warum nimmt sich das „Leistungsschutzrecht“ nicht ein Beispiel am Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV).

Vorschlag fĂŒr ein Labeling der Angebote von Presseverlegern

Wenn die Verlinkung auf ein Angebot der Presseverleger kostenpflichtig wird, sollten die Verleger ihre Online-Inhalte entsprechend kennzeichnen.

 

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1 Kommentar to “Was das Leistungsschutzrecht vom JMStV lernen kann”

  1. Keeses VergĂŒtungsmodelle – Unterwegs im Schwarzwald » Engeln.de sagt:

    […] hierdurch erzielt werden sollen. Da kann einem nur Angst und Bange werden, was demnĂ€chst die Verlinkung im Netz kosten […]

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